Vorher / Nachher

Wir haben einige Bilder zusammengestellt, um zu zeigen, wie sich das Stadtbild durch das Werberegulierungsgesetz verbessern würde.

Um den Unterschied zu sehen, ziehe den Pfeil am linken Rand nach rechts.

Bushaltestellen werden wieder weitgehend werbefrei – z.B. am Mittelweg (Dammtor):

Litfaßsäulen werden wieder ihrem eigentlichen Zweck zugeführt: Kulturwerbung.

Digitale Werbedisplays müssen abgebaut werden, z.B. am Jungfernstieg und überall dort, wo gerade neue aufgestellt werden sollen:

Drehsäulen kommen weg, z.B. beim Eingang zu Planten un Blomen. Freistehende Werbeanlagen sind nur noch in Form der klassischen Litfaßsäule zulässig.

am Hauptbahnhof / Mönckebergstraße,

nahe Neue Flora / Holstenstraße,

am Heinrich-Hertz-Turm (Fernsehturm / Telemichel),

bei den Messehallen,

Messe Hamburg, Heinrich-Hertz-TurmMesse Hamburg, Heinrich-Hertz-Turm, mit Riesen-Werbetafel

und überall dort, wo sie in den öffentlichen Verkehrsraum hineinwirken, z.B. am Bahnhof Dammtor:

Mitmachen

Hier sind ein paar Möglichkeiten, bei uns mitzumachen.

Auch wenn dich nichts direkt anspricht, schreib gerne an hallo@hamburg-werbefrei.de

Person, die Lust hat, Onboarding-Veranstaltungen zu moderieren

Du hast Bock, die Welt zu verbessern? Engagiere dich bei der neuen unabhängigen Initiative Hamburg Werbefrei!

Du kannst Veranstaltungen moderieren und bist gut organisiert? Du bist souverän und hast voll den Plan? Kannst du Redelisten führen und dafür Sorge tragen, dass die Veranstaltungen wohlorganisiert ablaufen? Vielleicht warst du schon mal Teil einer Volksinitiative und kannst deine Erfahrung einbringen?

Das erste Treffen für Interessierte findet im Januar statt: https://www.centrosociale.de/termin/2022-01-22/treffen-interessierte-volksbegehren-hamburg-werbefrei Während der Sammelphase sollen solche Treffen regelmäßig stattfinden. Wenn du dich hierfür als Moderator:in siehst, melde dich!

Individuum, das eine Kiezgruppe organisiert

Möchtest du etwas gegen stromfressende Werbemonitore im öffentlichen Raum unternehmen?

Werde Organisationsperson einer Kiezgruppe!

  • Stadtteil
  • Dein Lieblingsort
  • Deine Subkultur
  • Am Arbeitsplatz
  • In bestehenden Organisationen
  • Auf Demos und Veranstaltungen
  • „Ich mach was ganz Verrücktes und frage in Fahrradläden oder Buchläden, ob sie die Unterschriftenlisten auslegen“
  • etc. pp.

Du bekommst Unterschriftenlisten, Flyer, Westen, Klemmbretter und vernetzt dich mit Menschen aus deinem Kiez oder deiner Subkultur. Ihr veranstaltet Unterschriftensammlungen und legt Unterschriftenlisten an sozialen Orten aus. Du/ihr könnt wärend der Sammelphase autonom agieren, idealerweise tragt ihr möglichst viele Unterschriften zusammen.

Materialschlacht? Ohne uns.

Um ein Zeichen gegen Ressourcenverschwendung zu setzen (das Geschäftsmodell unserer Kontrahenten) möchten wir unser Kampagnenmaterial so weit es geht über Upcycling herstellen.

Unsere Westen werden von der Ausbildungswerkstatt Schneider machen Kleider in Wilhelmsburg aus Stoffresten gefertigt. Non-Upcycling: Transferfoilien für Logos.
Wir stempeln unsere Flyer auf die Rückseite von alten Werbeplakaten. Hierdurch haben wir keinen Papierverbrauch für Flyer und die von Wall und Ströer massenhaft gedruckten Plakate bekommen noch eine sinnvolle Verwendung. Allein Wall GmbH verbraucht in Hamburg ca. 5 Tonnen Papier pro Monat (Drucksache 22/31).
Findest du Zigarettenwerbung im öffentlichen Raum auch uncool. Mach mit bei Hamburg Werbefrei!

Hohe Werbebelastung in Hamburg

Wir haben uns angesehen, wie schlimm das Problem mit Außenwerbung in Hamburg wirklich ist. Es gibt über das Stadtgebiet verteilt 4000 Anlagen der hinterleuchteten Typen „City Light“, „Mega Light“ (beides analog oder digital) und „City-Light-Säule“. Wie viel ist das?

Außenwerbeanlagen der beiden Hauptbetreiber in Hamburg, Innenstadtbereich und Wandsbek

Die Anlagen stehen an allen Hauptverkehrsachsen, aber auch an Kreuzungen und Bushaltestellen. Dadurch ist es kaum möglich, ihnen auszuweichen. Die folgende Grafik zeigt, wie viele Werbeanlagen wir angucken müssen, wenn wir im Straßenverkehr unterwegs sind (vom Zentrum / CCH aus).

Wie vielen störenden Werbeanlagen werde ich (mindestens) ausgesetzt, wenn ich vom Zentrum aus beispielsweise mit dem PKW durch die Stadt fahre?

Das bedeutet, dass schon auf sehr kurzen Strecken sehr viel Werbung ist. Die Werbung, die nicht ohnehin in Fahrtrichtung steht, bekommen wir spätestens dann eingespielt, wenn wir einmal zur Seite blicken, um auf den Verkehr zu achten.

Dies sind Beispiele für das Werbeproblem auf der vielbefahrenen, kurzen Strecke zwischen Dammtor und Schlump. Insgesamt sind es mehr als 25 Anlagen.

Die Routenberechnung basiert auf Fortbewegung mit einem PKW. Wir stellen aber fest: Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, ist der Werbung nicht weniger ausgesetzt.

Quelle für diese Grafiken ist der frei abrufbare Datensatz Werbeanlagen Hamburg von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) der Freien und Hansestadt Hamburg, dazu ein paar eigene Fotos. Den Quelltext zu all unseren Auswertungen veröffentlichen wir hier mit ausführlichen Kommentaren zur Methodik.