Hamburg-Karte
Um die Situation in Hamburg zu veranschaulichen, haben wir eine Karte mit allen Anlagen erstellt, die durch die Verträge mit STROER und WallDecaux im öffentlichen Raum aufgetaucht sind.
Erläuterung der Abkürzungen:
- CLP = „City-Light-Poster“-Format: ca. 2m² große Flächen (meist 2-seitig)
- CLB = „City-Light-Board“-Format: ca. 12m² große Flächen (meist 2-seitig)
- FGU = Fahrgastunterstand (Bushaltestelle)
Gelb hinterlegte Marker stehen für Bildschirme, weiße für hinterleuchtete Plakatwerbeanlagen. Die Größe gibt jeweils den Typ an, beim Antippen erscheint die Typbezeichnung.
Viele der Anlagen enthalten mehrere Werbeflächen (für jede Richtung). Dazu kommen noch unzählige Werbebildschirme in den U- und S-Bahnstationen und zunehmend auch Bildschirme in Schaufenstern, die oft auch störende Videosequenzen abspielen.
Hier ist der offizielle Datensatz der Behörde (open data!). Diese Quelle hat sich leider in der Vergangenheit als nicht 100% zuverlässig herausgestellt, daher haben wir eine eigene Zählung vorgenommen.
Wir versuchen, unsere Karte aktuell zu halten. Wenn Ihr seht, dass eine Anlage falsch ist, hinzugekommen ist oder nicht mehr existiert, oder durch einen anderen Typ ausgetauscht wurde, teilt es uns gern mit (z.B. per Mail oder Mastodon).
Letztes Update vom 6.3.2025. Angaben ohne Gewähr
Neues Video „sta(d/t)t_werbung“!
Es kann sein, dass das Video hier nicht schnell genug lädt. Du findest es auch auf Vimeo: sta(d/t)t_werbung von Anna Ulmer.
Sind Bäume besser als Werbung? Probiere es aus!
Folge dem Link und ersetze spielend die nervige Werbung durch Bäume.
(Momentan läuft es nur am Desktop – wir arbeiten noch daran, es schöner zu machen.)
Vorher / Nachher
Wir haben einige Bilder zusammengestellt, um zu zeigen, wie sich das Stadtbild durch das Werberegulierungsgesetz verbessern würde.
Um den Unterschied zu sehen, ziehe den Pfeil am linken Rand nach rechts.


Bushaltestellen werden wieder weitgehend werbefrei – z.B. am Mittelweg (Dammtor):


Litfaßsäulen werden wieder ihrem eigentlichen Zweck zugeführt: Kulturwerbung.


Digitale Werbedisplays müssen abgebaut werden, z.B. am Jungfernstieg und überall dort, wo gerade neue aufgestellt werden sollen:


Drehsäulen kommen weg, z.B. beim Eingang zu Planten un Blomen. Freistehende Werbeanlagen sind nur noch in Form der klassischen Litfaßsäule zulässig.


am Hauptbahnhof / Mönckebergstraße,


nahe Neue Flora / Holstenstraße,


am Heinrich-Hertz-Turm (Fernsehturm / Telemichel),


an der U-Bahn-Station Feldstraße


bei den Messehallen,


und überall dort, wo sie in den öffentlichen Verkehrsraum hineinwirken, z.B. am Bahnhof Dammtor:


und überall dort, wo sie die Aufmerksamheit ablenken,
z. B. in unmittelbarer Nähe zu Fußgängerüberwegen


Hohe Werbebelastung in Hamburg
Wir haben uns angesehen, wie schlimm das Problem mit Außenwerbung in Hamburg wirklich ist. Es gibt über das Stadtgebiet verteilt 4000 Anlagen der hinterleuchteten Typen „City Light“, „Mega Light“ (beides analog oder digital) und „City-Light-Säule“. Wie viel ist das?

Die Anlagen stehen an allen Hauptverkehrsachsen, aber auch an Kreuzungen und Bushaltestellen. Dadurch ist es kaum möglich, ihnen auszuweichen.
Das bedeutet, dass schon auf sehr kurzen Strecken sehr viel Werbung ist. Die Werbung, die nicht ohnehin in Fahrtrichtung steht, bekommen wir spätestens dann eingespielt, wenn wir einmal zur Seite blicken, um auf den Verkehr zu achten.

Die Routenberechnung basiert auf Fortbewegung mit einem PKW. Wir stellen aber fest: Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, ist der Werbung nicht weniger ausgesetzt.
Quelle für diese Grafiken ist der frei abrufbare Datensatz Werbeanlagen Hamburg von der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM) der Freien und Hansestadt Hamburg, dazu ein paar eigene Fotos. Den Quelltext zu all unseren Auswertungen veröffentlichen wir hier mit ausführlichen Kommentaren zur Methodik.