Newsletter #30 von Hamburg Werbefrei.
17.05.2025
Liebe Unterstützer*innen, wir sagen: DANKE!
Was für ein Kraftakt! Dank euch wurden in den letzten Monaten Plakate geklebt, Flyer verteilt, Gespräche geführt, Demokratie gelebt und über 50.000 Unterschriften in der dreiwöchigen Sammelphase gesammelt. Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.
Wir haben gemeinsam ein starkes Zeichen gesetzt. Auch wenn das Quorum formal verfehlt wurde, ist klar: Dieses Thema ist alles andere als ein „Nischenthema“. Über 50.000 Menschen haben ihre Stimme gegen die Ausweitung der Außenwerbung in Hamburg gesetzt – trotz enger Frist, ehrenamtlicher Strukturen und begrenzter Mittel.
Dafür möchten wir euch allen von Herzen danken!
Ob beim Sammeln, Unterstützen oder Sichtbarmachen: Euer Engagement hat gezeigt, dass viele Hamburger*innen sich eine lebenswertere, klimafreundlichere und werbefreiere Stadt wünschen.
Stimmen aus dem Team und juristische Schritte
Auch wenn es nun wohl nicht zu dem gewünschten Volksentscheid über das von uns vorgelegte Werberegulierungsgesetz kommen wird, sind wir als Initiator*innen nicht unzufrieden mit der Kampagne. Auch wenn das Quorum nicht erreicht wurde, war die Kampagne für uns ein starkes Signal. Hoffnung haben wir außerdem noch in eine Klage vor dem Hamburger Verfassungsgericht.
Dr. Nils Erik Flick, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Die vielen tausend Gespräche, die wir in den letzten Wochen überall in der Stadt geführt haben, haben gezeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat: Die Bedürfnisse dieser vielen Menschen dürfen die Regierenden nicht einfach ignorieren. Wir bedanken uns bei allen Hamburgerinnen und Hamburgern, die in den vergangenen drei Wochen bei uns unterschrieben haben. Sie haben trotz allem ein wichtiges Zeichen gesetzt.“
Antonia Petschat, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Bei aller Enttäuschung, dass es nicht geklappt hat: Durch das Volksbegehren sind unsere Argumente so präsent geworden wie noch nie – auch über Hamburg hinaus. Die Arbeit unserer vielen freiwilligen Helfer*innen mit Klemmbrettern und Kugelschreibern war deshalb nicht umsonst. Vielleicht haben wir ja etwas in Bewegung bringen können, das uns über Umwege am Ende doch noch ans Ziel führt.“
Martin Weise, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Angesichts der uns zur Verfügung stehenden Mittel können wir durchaus stolz auf unsere Kampagne sein. Wir hatten ein Budget von gerade mal 34.000 Euro und haben alle Arbeit ehrenamtlich geleistet. Zudem hatten wir millionenschwere, bestens vernetzte Werbekonzerne und ihre Lobby gegen uns. Berücksichtigt man dieses Ungleichgewicht, haben wir ziemlich viel auf die Beine gestellt.“
Fadi El-Ghazi, Anwalt von „Hamburg Werbefrei“: „Das Volksbegehren wird ein juristisches Nachspiel haben. Nach Feststellung des amtlichen Ergebnisses werden wir beim Hamburgischen Verfassungsgericht einen Antrag zur Überprüfung des Volksbegehrens durch den Senat, insbesondere zur Frage der angemessenen Information der Bevölkerung, des Verstoßes gegen das Sachlichkeitsgebot durch den Finanzsenator und der Zulässigkeit der Gegenkampagne des Fachverbandes Aussenwerbung auf den Werbeanlagen auf Staatsgrund einreichen. Sollte das Verfassungsgericht der Argumentation der Volksinitiative folgen, könnte es das Zustandkommen des Volksbegehrens feststellen und die Hamburgerinnen und Hamburger bekämen die Möglichkeit, über den Gesetzentwurf abzustimmen.“
Mehr als ein Ergebnis – eine Bewegung, die bleibt
Unabhängig vom juristischen Ausgang haben wir bereits jetzt viel erreicht:
- Wir haben die Debatte über den öffentlichen Raum zurück in die Stadt getragen.
- Wir haben das Thema Außenwerbung auf die politische Agenda gesetzt.
- Wir haben gezeigt, dass direkte Demokratie auch gegen starke wirtschaftliche Interessen bestehen kann.
Und wir machen weiter
Nicht nur in Hamburg – sondern auch in Berlin: Dort bereitet die Initiative Berlin Werbefrei das nächste Volksbegehren vor. Nach aktuellem Stand wird die Sammelphase von Januar bis April 2026 stattfinden. Mehr dazu unter: www.berlin-werbefrei.de
Was ihr tun könnt
Wir bleiben als Initiative aktiv – vor Gericht, politisch und inhaltlich.
Wenn ihr uns weiterhin unterstützen wollt:
- Sprecht mit anderen über das Thema.
- Teilt unsere Inhalte auf Social Media (insbesondere Mastodon).
- Meldet euch bei uns, wenn ihr mitarbeiten möchtet.
Dieses Thema betrifft uns alle. Und gemeinsam bleiben wir dran.
Mit herzlichen Grüßen
Euer Hamburg-Werbefrei-Team
Quorum nicht erreicht – doch Hamburg Werbefrei will weiterkämpfen
14.05.2025
Nach drei Wochen ist die Sammelfrist für das Volksbegehren „Hamburg Werbefrei“ zu Ende gegangen. Wie die Initiative mitteilt, sind dabei insgesamt 50.796 Unterschriften zusammengekommen. Das erforderliche Quorum von 5 Prozent der Wahlberechtigten wurde damit nicht erreicht. Am Mittwoch übergaben die Vertrauensleute der Initiative die Ordner mit den Unterschriften dem Landeswahlleiter. Auch wenn es nun wohl nicht zu dem gewünschten Volksentscheid über das von der Initiative vorgelegte Werberegulierungsgesetz kommen wird, zeigten sich die Initiator*innen nicht unzufrieden mit der Kampagne. Hoffnung haben sie außerdem noch in eine Klage vor dem Hamburger Verfassungsgericht.
Dr. Nils Erik Flick, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Die vielen tausend Gespräche, die wir in den letzten Wochen überall in der Stadt geführt haben, haben gezeigt, dass wir einen Nerv getroffen haben. Auch wenn es am Ende nicht gereicht hat: Die Bedürfnisse dieser vielen Menschen dürfen die Regierenden nicht einfach ignorieren. Wir bedanken uns bei allen Hamburgerinnen und Hamburgern, die in den vergangenen drei Wochen bei uns unterschrieben haben. Sie haben trotz allem ein wichtiges Zeichen gesetzt.“
Antonia Petschat, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Bei aller Enttäuschung, dass es nicht geklappt hat: Durch das Volksbegehren sind unsere Argumente so präsent geworden wie noch nie – auch über Hamburg hinaus. Die Arbeit unserer vielen freiwilligen Helfer*innen mit Klemmbrettern und Kugelschreibern war deshalb nicht umsonst. Vielleicht haben wir ja etwas in Bewegung bringen können, das uns über Umwege am Ende doch noch ans Ziel führt.“
Martin Weise, Vertrauensperson von „Hamburg Werbefrei“: „Angesichts der uns zur Verfügung stehenden Mittel können wir durchaus stolz auf unsere Kampagne sein. Wir hatten ein Budget von gerade mal 34.000 Euro und haben alle Arbeit ehrenamtlich geleistet – die beiden erfolgreichen Volksbegehren des letzten Jahres hatten unseres Wissens etwa 130.000 Euro bzw. 750.000 Euro zur Verfügung. Zudem hatten wir millionenschwere, bestens vernetzte Werbekonzerne und ihre Lobby gegen uns. Berücksichtigt man dieses Ungleichgewicht, haben wir ziemlich viel auf die Beine gestellt.“
Fadi El-Gazi, Anwalt von „Hamburg Werbefrei“: „Das Volksbegehren wird ein juristisches Nachspiel haben. Nach Feststellung des amtlichen Ergebnisses werden wir beim Hamburgischen Verfassungsgericht einen Antrag zur Überprüfung des Volksbegehrens durch den Senat, insbesondere zur Frage der angemessenen Information der Bevölkerung, des Verstoßes gegen das Sachlichkeitsgebot durch den Finanzsenator und der Zulässigkeit der Gegenkampagne des Fachverbandes Aussenwerbung auf den Werbeanlagen auf Staatsgrund einreichen. Sollte das Verfassungsgericht der Argumentation der Volksinitiative folgen, könnte es das Zustandkommen des Volksbegehrens feststellen und die Hamburgerinnen und Hamburger bekämen die Möglichkeit, über den Gesetzentwurf abzustimmen.“
08.05.25
Klage von „Hamburg Werbefrei“: Verfassungsgericht verschiebt Entscheidung über unzulässige
politische Werbung
Das Hamburgische Verfassungsgericht hat den Antrag der Volksinitiative „Hamburg Werbefrei“
verworfen, die Gegenkampagne des Fachverbands Außenwerbung (FAW) per Einstweiliger Verfügung
zu stoppen. Zur Begründung teilte das Gericht mit, dass etwaige Verstöße des FAW nicht mehr vor
dem Beginn des Volksbegehrens beseitigt werden könnten. Mögliche nach Beginn des
Volksbegehrens am 23. April 2025 erlassene einstweilige Anordnungen seien nicht geeignet, ein
nachträgliches Hauptsacheverfahren zu vermeiden, da ein erheblicher Teil der Briefeintragungsfrist
und der Eintragungsfrist bereits verstrichen wäre. In der Sache selbst entschied das Gericht nicht.
Die Volksinitiative „Hamburg Werbefrei“ hatte versucht, die seit dem 20. März 2025 laufende
Kampagne des FAW „Mehr als Werbung, Außenwerbung macht’s möglich“ per Einstweiliger
Verfügung zu stoppen. Sie begründete ihren Antrag damit, dass die Sondernutzungserlaubnis für
Werbung auf Staatsgrund nicht für politische Einflussnahme auf ein in der Hamburgischen Verfassung
vorgesehenes direktdemokratisches Verfahren missbraucht werden dürfe. Die staatliche
Neutralitätspflicht gebiete vor dem Hintergrund der ausschließlichen Rechtevergabe für Werbung auf
Staatsgrund, dass sich Werbekonzerne wie Ströer und WallDecaux im Rahmen demokratischer
Verfahren neutral zu verhalten hätten.
Fadi El-Ghazi, Rechtsanwalt von „Hamburg Werbefrei“: „Bei der beanstandeten Kampagne des
Fachverbands Außenwerbung handelt es sich um politische Werbung im Zusammenhang mit dem
Volksbegehren ‚Hamburg Werbefrei‘. Die Frage der Zulässigkeit der Kampagne wird nun nachträglich
geklärt werden müssen. Die im FAW organisierten Werbekonzerne Ströer und WallDecaux üben über
ein Massenmedium massiven Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung im Zusammenhang mit
einem direktdemokratischen Verfahren aus. Dies wirft Fragen auf, die unsere Demokratie im Kern
betreffen und dringend einer juristischen Klärung bedürfen.“
Dr. Nils Erik Flick, Initiator des Volksbegehrens „Hamburg Werbefrei“: „Die Kampagne des
Fachverbands Außenwerbung nimmt massiven Einfluss auf die öffentliche Meinung. Sie suggeriert,
dass unser Gesetzentwurf Werbung aus dem öffentlichen Raum verbannen will. Dies ist nicht der Fall.
Es wird weiterhin Werbung an klassischen Litfaßsäulen und Bushaltestellen geben. Werbung für
kulturelle und sportliche Veranstaltungen wird nach dem Gesetzentwurf sogar privilegiert und
bekommt dadurch mehr Sichtbarkeit.“
„Es kommt nun auf jede Unterschrift an. Wer den öffentlichen Raum nicht den Werbekonzernen
überlassen will, sollte diese einmalige Chance nutzen und unterschreiben.“ ergänzt Antonia Petschat,
Initiatorin des Volksbegehrens „Hamburg Werbefrei“.
Noch bis zum 13. Mai 2025 können alle zur Bürgerschaft wahlberechtigten Hamburgerinnen und
Hamburger durch ihre Unterschrift das Volksbegehren unterstützen. Sollte „Hamburg Werbefrei“
erfolgreich sein, kommt es zum Volksentscheid über weniger Werbung im öffentlichen Raum.
HVerfG 5/25, Beschluss vom 06. Mai 2025
08.05.25
Hey hey, du liest Newsletter #29 von Hamburg Werbefrei.
Wir sind auf einem richtig guten Weg und das ist dir zu verdanken!
Tag für Tag erreichen uns mehr Rückumschläge mit vollen Unterschriftenlisten, es wird aktiv gesammelt, auf Demos, in Parks, an Ständen, beim Spazierengehen, in der eigenen WG oder beim Bäcker um die Ecke. Unsere Zentrale füllt sich. Das Volksbegehren lebt und wir sind gemeinsam mittendrin!
Und doch: Noch sind wir nicht am Ziel.
Deshalb brauchen wir dich jetzt mehr denn je. Es bleiben uns noch 6 Tage, um gemeinsam alles rauszuholen. Bis zum 13. Mai um 23:59 Uhr darf gesammelt werden und am 14. Mai werden wir die Unterschriften der Stadt übergeben.
Das kommende Wochenende ist entscheidend. Jetzt ist der Moment, in dem es auf jede einzelne Unterschrift ankommt.
Ob du schon hundert Unterschriften gesammelt hast oder noch gar keine: Jetzt ist die Zeit, nochmal alles zu geben. Druck dir Listen aus, frage im Freundeskreis, bring welche mit zur Arbeit, sprich Leute auf der Straße an oder nutze unsere Mitmachgruppe, um dich mit anderen zum Sammeln zu verabreden.
🔹 Listen findest du hier: https://www.hamburg-werbefrei.de/unterschreiben
🔹 Unser Mitmachtool für Orte, Stände, Termine: https://mitmachen.hamburg-werbefrei.de
📍 Hier ein paar tolle Anlässe zum Sammeln in den nächsten Tagen: – 8. Mai: Befreiungstag – Kundgebungen, Demos & Kultur in ganz Hamburg – 9. Mai: Alternativer Hafengeburtstag, Silpion-Kicker-Cup im Millerntorstadion – 10. Mai: Flohmärkte, Digitalfestival, Foodtruckfestival, HSV-Spiel, Roland Kaiser Konzert, Klimatag Barmbek – 11. Mai: Flohmarkt Haus Drei, Familienfest Wilhelmsburger Inselpark, Demo „AfD-Verbot jetzt!“, Cure ME/CFS #LiegendDemo
Und noch viele mehr: nutze den Filter im Mitmachtool, um passende Orte in deiner Nähe zu finden.
Und falls du voll gesammelte Listen hast: Bring sie bitte so bald wie möglich in unsere Zentrale im Gängeviertel (Caffamacherreihe 47) oder sende sie per Post ein (bitte rechtzeitig – die Briefe müssen spätestens am 9.5. mittags im Briefkasten sein, damit sie bei uns ankommen!).
🎁 Als Dankeschön für deine Unterschriften gibt es tolle Upcycling-Produkte: https://www.hamburg-werbefrei.de/dankeschoen-geschenke-fuer-unterschriften
Jetzt ist der Moment, auf den wir hingearbeitet haben. Gemeinsam können wir Hamburg verändern.
Danke, dass du dabei bist. Danke, dass du mit uns sammelst. Für eine Stadt mit mehr Kultur, Klarheit und Gemeinwohl.
Dein Team von Hamburg Werbefrei
P.S. Die Gegenkampagne ist präsent, aber nichts ist stärker als echte Überzeugung und Engagement.
Newsletter #28
04.05.25
Hey hey, du liest Newsletter #28 von Hamburg Werbefrei.
Zwischenstand
Heute ist Tag 12 unserer 21-tägigen Sammelphase und es bleibt spannend!
Tausende Hamburger:innen haben bereits unterschrieben, Hunderte sammeln aktiv mit. In unserer Zentrale sind inzwischen gut 10.000 Unterschriften eingegangen. Aber wir brauchen noch deutlich mehr und jede einzelne zählt!
📬 Dass die meisten Listen erst am Ende der Sammelphase eintreffen, ist bei Volksbegehren ganz normal. Doch die Zeit läuft. Und wir hören es immer wieder: „Ich habe schon unterschrieben!“ – das gibt Hoffnung und zeigt, wie viele schon hinter Hamburg Werbefrei stehen.
👉 Du hast noch nicht unterschrieben? Dann ist jetzt der Moment! Geh auf https://www.hamburg-werbefrei.de/unterschreiben und nutze eine der Möglichkeiten. Am besten: Liste ausdrucken, selbst unterschreiben und gleich ein paar weitere Unterschriften im Freundes- oder Familienkreis sammeln. Oder schnapp dir ein Klemmbrett und geh raus in den Park. Du wirst überrascht sein, wie viele Menschen sofort mitmachen.
👉 Du hast bereits Listen gesammelt? Super! Bitte bring sie jetzt zur Zentrale ins Gängeviertel. Dort warten als Dankeschön tolle Sachen auf dich: https://www.hamburg-werbefrei.de/dankeschoen-geschenke-fuer-unterschriften 🎁
Gegen-Gegenkampagne: Wir halten dagegen!
Die Werbeindustrie behauptet, dass unser Gesetzentwurf der Kultur schade – dabei ist genau das Gegenteil der Fall. Deshalb haben wir vor dem Verfassungsgericht einen Eilantrag eingereicht, um die massive Gegenkampagne des Fachverbands Außenwerbung zu stoppen. Eine Entscheidung erwarten wir in der kommenden Woche: https://www.mopo.de/hamburg/streit-um-werbetafeln-in-hamburg-eskaliert-initiative-zieht-vor-verfassungsgericht/
👉 Und: Wir halten mit unserer eigenen, kreativen Kampagne dagegen: https://www.hamburg-werbefrei.de/wp/page/6562
Auf dieser Seite findest du viele starke Bilder zum Teilen – perfekt für Instagram, Messenger wie Signal, WhatsApp und Co. Bitte nutze sie und hilf mit, unsere Botschaft zu verbreiten! Je mehr Menschen davon erfahren, desto größer die Chance, dass wir es gemeinsam schaffen.
Jetzt kommt es auf uns alle an. Lasst uns Hamburg ein Stück lebenswerter machen. Weniger Dauerwerbung, mehr Raum für Kultur, Gemeinwohl und Mitbestimmung.
Mach mit. Noch ist alles möglich.
Termine
Freitag, 09.05.25 19 Uhr, Jupi Bar, Caffamacherreihe, 20355 Hamburg: Internationale Pressekonferenz, dazu und später: werbefreie Kneipe. (https://www.kulturlotse.de/event/hamburg-werbefrei-eine-bewegung-gegen-werbung-in-ganz-europa-4295859511579370921)
Mittwoch, 14.4.25 11:30: Öffentliche Abgabe der Unterschriften. (Ort folgt).
Mittwoch, 14.4.25 ab 18 Uhr, Jupi Bar, Caffamacherreihe, 20355 Hamburg: Party zum Ende der Sammelphase.
Dankeschön-Geschenke für Unterschriften
Als Dankeschön für das Sammeln von Unterschriften kannst du dir in unserer Zentrale tolle Sachen aussuchen!

Ein Shirt aus der Siebdruckwerkstatt mit der Möwe, die keine Werbemonitore mag: 10 volle Listen
Ein Stoffbeutel für 8 volle Listen
Ein Pullover mit ebendieser Möwe im Siebdruck für 15 volle Listen.
Ein Patch für 5 volle Listen.
Alle Textilien sind upcycling und gesammelt/gefunden und in der Siebsdruckwerkstatt im Gängeviertel mit Liebe bedruckt.

Ein handsigniertes Original von Hallo Karlo für 10 volle Listen.

Ein A3 Plakat vom Adbusting Kollektiv Dies Irae (verschiedene Motive) für 5 volle Listen.

Eine Flasche Dies Irae Jubiläumssekt für 5 volle Listen.
27.04.25
Unzulässige politische Kampagne auf Außenwerbeanlagen: „Hamburg Werbefrei“ zieht vors Verfassungsgericht
Die Initiatoren des Volksbegehrens „Hamburg Werbefrei“ haben einen Antrag auf Erlass einer Einstweiligen Anordnung beim Hamburgischen Verfassungsgericht gestellt. Ziel ist es, die seit dem 20. März 2025 laufende Kampagne des Fachverbands Außenwerbung (FAW) „Mehr als Werbung, Außenwerbung macht’s möglich“ zu stoppen.
Die Initiative begründet ihren Antrag damit, dass die vom Senat erteilte Sondernutzungserlaubnis für Werbung auf Staatsgrund nicht für politische Einflussnahme auf ein in der Hamburgischen Verfassung vorgesehenes direktdemokratisches Verfahren missbraucht werden dürfe. Die staatliche Neutralitätspflicht gebiete vor dem Hintergrund der ausschließlichen Rechtevergabe für Werbung auf Staatsgrund, dass sich die Werbekonzerne Ströer und WallDecaux im Rahmen demokratischer Verfahren neutral zu verhalten hätten. In der vergangenen Woche hatte „Hamburg Werbefrei“ den Hamburger Senat zunächst ultimativ aufgefordert, die Kampagne auf den digitalen Werbeanlagen zu untersagen.
Fadi El-Ghazi, Rechtsanwalt von „Hamburg Werbefrei“: „Mit den im Antrag betreten wir juristisches Neuland. Der technische Fortschritt bei der Werbung wirft rechtliche Fragen auf, auf die es bisher keine ausreichenden Antworten gibt. Digitale Außenwerbemedien haben durch ihre Aktualität, Breitenwirkung und Suggestivkraft sowie ihrer Omnipräsenz im öffentlichen Raum einen enormen Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung und das Funktionieren demokratischer Prozesse. Nach EU-Recht handelt es sich um politische Werbung, da die Kampagne des FAW geeignet und darauf ausgerichtet ist, das Ergebnis eines direktdemokratischen Rechtsetzungsprozesses auf regionaler Ebene zu beeinflussen.“
Dr. Nils Erik Flick, Initiator des Volksbegehrens „Hamburg Werbefrei“: „Ströer und WallDecaux missbrauchen ihre Quasi-Monopolstellung zur Einflussnahme auf ein direktdemokratisches Verfahren, um ihre Profitinteressen zu schützen. Die Kampagne zielt unter Einbeziehung sozialer, kultureller und ökologischer Akteure darauf ab, sich als unabdingbar im öffentlichen Raum darzustellen. Die im FAW organisierten Unternehmen Ströer und WallDecaux versuchen durch die Kampagne in unlauterer Weise Einfluss auf den Ausgang des Volksbegehrens zu nehmen.“
Bis zum 13. Mai 2025 können alle zur Bürgerschaft wahlberechtigten Hamburgerinnen und Hamburger durch ihre Unterschrift unterstützen. Sollte das Volksbegehren erfolgreich sein, kommt es zum Volksentscheid.
Den Antrag an das Hamburgische Verfassungsgericht und Bilder der Kampagne des FAW zur Verwendung für die Berichterstattung finden Sie unter folgendem Link:
https://nextcloud.wfrei.de/index.php/s/GadWtM5RSSCCT4J
(Ab Seite 8 finden Sie die Argumente zu den hier aufgeworfenen Rechtsfragen mit weiteren Nachweisen).
Den Linkedin-Post des Finanzsenators, Dr Andreas Dressel, finden Sie hier:
Pressekontakt: Martin Weise, Hamburg Werbefrei 0175 4350387, presse@hamburg-werbefrei.de
Newsletter #27
25.04.25
Hey hey,
du liest Newsletter #27 von deinem Volksbegehren für eine bessere Stadt 🙂
Der Sammelstart am 23.4 war richtig gut und in den ersten Tagen läuft es schon super. Über 300 Menschen haben sich eine Sammel-Startertasche abgeholt und sammeln Unterschriften. Wir haben bereits tausende Rückumschläge verteilt. An über 100 Orten in der Stadt stehen Aufsteller, an denen Menschen unterschreiben können.
Trotzdem ist das Volksbegehren kein Selbstläufer – du musst mitmachen!
Die Unterschriften, die du beisteuern kannst, werden die entscheidenden sein, die uns über die magische Grenze von 65.652 (gültigen) Unterschriften bringen.
- Komm in unsere Zentrale im Gängeviertel (Caffamacherreihe 47), schnack mit uns und bekomme alles, was du brauchst. Wir sind an jedem Tag (auch am Wochenende) von 10 – 19 Uhr da.
- Nutze unser Mitmach-Tool. Es läuft im Browser, ist selbst mit Liebe programmiert, open-source und total datensparsam. Registriere dich einfach (du brauchst nur Namen und einfaches Passwort) und finde an jeden Tag mindestens 15 Orte mit passender Uhrzeit, an denen du besonders gut sammeln kannst. Suche dir etwas aus, klicke auf ‚+‘ und triff dann vor Ort nette Menschen zum gemeinsamen Sammeln: https://mitmachen.hamburg-werbefrei.de/
Ein paar Beispiele für gute Orte aus dem Mitmach-Tool:
25.4.2025 18:45 – Schanzenpark Critical Mass – Sammelmöglichkeit vor Start
25.4.2025 19:00 – Schauspielhaus Bela B. Lesung – Sammeln beim Einlass (oder nach Veranstaltungsende ca. 21:30)
26.4.2025 ab 08:00 – Neue Große Bergstraße – Wochenmarkt
26.4.2025 ab 08:30 – Goldbekufer – Wochenmarkt
26.4.2025 18:00 – Große Freiheit 36 Tocotronic-Konzert – Sammeln beim Einlass
26.4.2025 18:00 – Lange Nacht der Museen (alle Standorte hier aufgelistet https://www.langenachtdermuseen-hamburg.de/)
etc. pp.
Mit deiner Hilfe schaffen wir es!
LG
deine Menschen von Hamburg Werbefrei
www.hamburg-werbefrei.de
Presseeinladung: Auftaktveranstaltung zum Sammelstart von Hamburg Werbefrei
22.04.25
An Mittwoch, dem 23.4, startet das Volksbegehren Hamburg Werbefrei offiziell in seine dreiwöchige Sammelphase. An diesem Tag werden sich Aktivist*innen der Initiative um 10:00 Uhr vor dem Einkaufszentrum Mercado am Bahnhof Altona treffen, um die ersten Unterschriften zu sammeln. Mit dabei ist auch der Omnibus der Initiative Direkte Demokratie*, der die Aktion unterstützt. Es wird Gelegenheiten für Pressefotos und -interviews geben.
In den kommenden drei Wochen wird Hamburg Werbefrei an jedem Tag überall in der Stadt Unterschriften sammeln. Damit das Volksbegehren erfolgreich wird, müssen bis zum 13.5. exakt 65.652 Bürger*innen unterschreiben – 5% der wahlberechtigten Bevölkerung. Die Initiative hat sich zum Ziel gesetzt, mindestens 80.000 Unterschriften zu erreichen.
Antonia Petschat, Initiatorin von Hamburg Werbefrei: „Unsere Chancen stehen gut. In den vergangenen Monaten haben wir uns gründlich vorbereitet und die Zustimmung ist bereits vor dem offiziellen Start enorm. Trotzdem wird das Volksbegehren kein Selbstläufer – denn anders als die Werbeindustrie haben wir keine Millionenetats im Rücken und arbeiten alle ehrenamtlich. Wir werden nur erfolgreich sein, wenn wir ganz viele Menschen zum Mitsammeln motivieren. Ob im privaten Umfeld oder auf der Straße, mit Weste und Klemmbrett: Jede Unterschrift entscheidet über den Erfolg des Volksbegehrens.“
Erfahrung im Sammeln hat die Initiative allerdings bereits: Schon 2022 hatte Hamburg Werbefrei die erforderlichen 10.000 Unterschriften für die erste Stufe der Volksgesetzgebung zusammenbekommen. Dass auch die zweite Stufe schaffbar ist, haben zuletzt gleich zwei weitere Volksbegehren gezeigt: „Hamburg testet Grundeinkommen“ und „Zukunftsentscheid“.
Für Hamburg Werbefrei haben sich bereits Hunderte Sammler*innen auf der Homepage registriert. Die Zentrale der Initiative in der Caffamacherreihe 47 im Gängeviertel ist an jedem Tag (auch am Wochenende) mindestens von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Hier können freiwillige Helfer*innen Unterschriftenlisten und weiteres Material abholen und volle Listen abgeben.
Ziel von Hamburg Werbefrei ist in ein „Werberegulierungsgesetz“. Dieses soll die sich in den letzten Jahren ungehemmt ausbreitende Außenwerbung auf ein erträgliches Maß reduzieren. Digitale, bewegte und sehr große Werbeanlagen sollen aus dem Stadtbild verschwinden. Litfaßsäulen, Schaufenster, Veranstaltungshinweise und politische Werbung soll es weiterhin geben dürfen. Eine Klage des Senats vor dem Landesverfassungsgericht, die Hamburg Werbefrei stoppen sollte, war 2023 gescheitert. Die Richter*innen hatten geurteilt, die Ziele der Initiative seien grundsätzlich legitim und mit den bestehenden Gesetzen vereinbar.
Antonia Petschat: „Das Volksbegehren ist eine riesige Chance für unsere Stadt. Mit einer einfachen Unterschrift können alle Bürger*innen einen wichtigen Beitrag leisten, Hamburg schöner, gesünder und sicherer zu machen. Digitale Außenwerbung ist manipulativ, sinnlos, gefährdet den Verkehr, verschwendet unfassbar viel Energie und nützt in erster Linie großen Konzernen. Niemand wird die hässlichen, riesigen Werbemonitore vermissen, wenn sie erst wieder abgeschafft sind.“
Auf der Homepage www.hamburg-werbefrei.de finden sich alle Informationen und es werden verschiedene Orte und Möglichkeiten genannt, wie Hamburger*innen Ihre Unterschrift abgeben können.
*Der Omnibus für Direkte Demokratie ist eine Bürgerinitiative, die mit einem Omnibus als Kunstwerk seit 1987 durch Deutschland und Europa fährt und auf den Marktplätzen steht, um mit Menschen über die Direkte Demokratie durch Volksabstimmung zu sprechen.
Newsletter #26
16.04.25
Moin! Du liest den Newsletter #26 vom Volksbegehren Hamburg Werbefrei.
Inhalt:
Aufsteller
Plakate und Plakat-Sticker
Gegenkampagne des FAW – Aufforderung an den Senat
Sammelstart am 23.4 vor dem Bahnhof Altona und Zusammenkunft in der Jupi Bar
Spendenaufruf
Wir haben sehr schöne Aufsteller für soziale Orte wie z.B: Kioske, Cafés, etc. Hier kann dann direkt unterschrieben werden. Wir möchten diese ab dem 23. April an mehreren hundert Orten in der Stadt platzieren. Ab dem Sammelstart können sie auch in der Zentrale abgeholt werden. Alle Infos:
https://www.hamburg-werbefrei.de/unterschriftenlisten-aufsteller
Wir haben 1000 neue Plakate mit zwei neuen Motiven. Das ist 1/4 der Menge, der ersten Plakatlieferung und wir sind optimistisch, dass wir es mit deiner Hilfe vor dem Beginn der Sammelphase schaffen, die an guten Orten in der Stadt anzubringen.
Außerdem haben wir gelbe, runde Sticker auf denen ‚Unterschreib bis zum 13. Mai steht. Die sollen auf alle Plakate geklebt werden, die schon in der Stadt aufgehängt sind.
Hilf bitte bei beidem mit (Plakatieren und Stickern)! Komm in die Zentrale im Gängeviertel! Wir sind jeden Tag (auch über Ostern) mindestens 10 – 19 Uhr da. Schreib uns, wenn du mit anderen Menschen zusammen plakatieren möchtest oder ein Lastenrad leihen möchtest.
Wir haben den Senat aufgefordert, die Gegenkampagne des Fachverbandes Außenwerbung „Mehr als Werbung; Außenwerbung macht’s möglich“, die seit gut zwei Wochen auf tausenden Monitoren in unserer Stadt gezeigt wird zu stoppen. Es handelt sich um unzulässige politische Werbung gegen ein demokratisches Verfahren. Wenn nichts geschieht werden wir gerichtlich gegen den Senat vorgehen. Hier unsere Pressemitteilung dazu: https://www.hamburg-werbefrei.de/wp/post/6407
Am Mittwoch, 23. April um 10 Uhr ist der Sammelstart vor dem Bahnhof Altona, vor Mercado. Der Omnibus für mehr Demokratie ist auch da. Komm bitte dazu! Wir laden auch die Presse ein. Je mehr Menschen da sind, desto besser. Wir haben dann auch Sammel-Startertaschen da.
In der Startertasche sind: Unterschriftenlisten, Klemmbretter, Weste, Infomappe, Rückumschläge (wichtig!), Stifte und Flyer. Die Startertasche bekommst du auch in der Zentrale im Gängeviertel.
Den Tag über sammeln wir dann die ersten paar tausend Unterschriften. Abends ab 19 Uhr treffen wir uns in der Jupi Bar (Caffamacherreihe 37), gleich neben unserer Zentrale im Gängeviertel. Das Treffen ist ohne Programm – Getränke, Gespräche und gute Laune.
Die Gegenkampagne des FAW ist stadtweit sichtbar. Um dem etwas entgegenzusetzen, bitten wir um finanzielle Unterstützung: https://www.hamburg-werbefrei.de/spenden/
Wir arbeiten alle ehrenamtlich für das Volksbegehren. Alle Spenden werden für die Kampagne ausgegeben.
Termine:
Mittwoch, 16. April, 19 Uhr: Treffen im Stadtteilbüro Dulsberg mit anschließender Sammelschulung.
Probsteier Straße 15, 22049 Hamburg
Wir werfen einen Blick auf den bisherigen Weg, geben ein Update zur aktuellen Lage und starten dann gut vorbereitet in die Sammelphase – mit Tipps und Tricks von Fabian Hanneforth!
Sonntag, 20. April, 18–19 Uhr: Online-Infoveranstaltung zu Hamburg Werbefrei
Teilnahme über diesen Link: https://lecture.senfcall.de/pau-pmm-fyw-fuz
Mittwoch, 23. April 10 Uhr: Beginn der Sammelphase! Komm zum Pressetermin und sammel die ersten Unterschriften. Wir haben auch Sammel-Starterkits dabei. Ottenser Hauptstr., vor Bahnhof Altona
Donnerstag, 24. April: Erste Content-Oase im Gängeviertel am 24. April – ist den ganzen Tag offen. Zum Unterschreiben mit Adbusting-Ausstellung des Künstlerkollektivs DIES IRAE. Caffamacherreihe 47
Donnerstag, 24. April, 19–20 Uhr: Online-Infoveranstaltung zu Hamburg Werbefrei
Teilnahme über diesen Link: https://lecture.senfcall.de/pau-pmm-fyw-fuz